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Zur Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof

 

Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof liegt auf einer 800 Meter hohen Erhebung der Vogesen, 50 KM südlich von Straßburg. Nach der Besetzung Frankreichs, wurde 1940, dieses KZ als Arbeitslager angelegt.

Politische Häftlinge, Widerstandskämpfer, Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle, Asoziale, Bibelforscher (Zeugen Jehovas), sollten hier durch Arbeit vernichtet werden. Die Haftbedingungen waren unvorstellbar schrecklich: Misshandlungen beim Arbeitseinsatz, primitive Arbeitsbedingungen mit schwersten körperlichen Anforderungen, unzureichende Ernährung, keine Krankenversorgung, schlechter Zustand der Baracken, besonders harte Strafen für die geringste Nichtbeachtung der Lagerordnung (z.B. zulange auf dem WC, Zusammenbruch beim stunden­langen Stehen auf dem Appellplatz). Das Lager war total überfüllt. Ursprünglich wurde es für 1.500 Häftlinge gebaut. Belegt war es mit 7.000. Hunger, Prügel, Angst, Demütigungen, Misshandlungen, Schwerstarbeit waren Lageralltag.

Ca. 10.000 Menschen wurden in dieser Hölle ermordet. Genaue Zahlen sind nicht vorhanden, weil überwiegend nur Franzosen eingetragen wurden. Andere Menschen, wie z.B. Russen, Sinti, Roma, Juden, galten als „Angehörige min­derwertiger Rassen“. Eine besondere Kategorie bildeten in diesem Lager soge­nannte NN - (Nacht und Nebel) Häftlinge. Sie sollten verschwinden, ohne jegli­che Spur zu hinterlassen.

Wegen der harten Arbeitsbedingungen und gezielten Misshandlungen der Insassen war die Todesrate in diesem Lager überdurchschnittlich hoch.