Der gotische Baustil (etwa 1240 bis Angang 16. Jh.)

 

In der Gotik gewinnt das Bürgertum mehr Einfluss auf die Gestaltung der Gotteshäuser. Ursprünglich vom Bürgertum und den Zünften finanzierte Gotteshäuser werden heute noch mit "Münster" bezeichnet. Der gotische Stil ist eine nordeuropäische Neuschöpfung, die sich von den römischen Einflüssen abwendet. Ausdruck der Hingabe an Gott ist der gotische Dom, mit seinem Streben nach oben.

Im 12. Jh. Entwickelt sich der gotische Baustil zuerst in Frankreich
Strebewerk (große Abb.)
 

Allgemeine Stilmerkmale:

Kreuzrippengewölbe
Spitzbogen
Strebewerk mit Strebepfeiler und Strebebogen

 

KreuzrippengewölbeDem Kreuzrippengewölbe liegt ein Rechteck zu Grunde. Erst mit der Einführung des Spitzbogens wurde es möglich, ein rechteckiges Feld zu überspannen. Die Bögen und Rippen des Gewölbes leiten die Last und den Druck auf die stützenden Pfeiler. Das Strebewerk besteht aus Strebepfeiler und Strebebogen. Das Strebewerk umgibt die Mauern wie ein steinernes Gerüst. Durch die Ableitung des Gewölbedruckes sind die Innenwände des Hauptschiffes entlastet. Sie können deshalb beliebig aufgelockert werden. Dies geschieht durch Arkaden, Bogengalerien und große Fenster. Das gotische Kirchenfenster wird durch den Spitzbogen abgeschlossen. Das Maßwerk, der ornamentale Fensterschmuck, dient auch der Stabilität.

GrundrissDer Grundriss bleibt als Kreuz erhalten. Die großen Dome haben meist ein Mittelschiff und jeweils zwei Seitenschiffe. Der Chor ist groß und oft von vielen Kapellen umgeben.

Beispiele:
Freiburger Münster
Straßburger Münster
Ulmer Münster
Kölner Dom
 



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